SCR ist bereit für den Cup-Halbfinal

Es war eine englische Woche für den SC Reinach. Am Sonntag siegte man auswärts im Hotzenwald gegen den EHC Herrischried, zwei Tage später bejubelten die Wynentaler einen weiteren Sieg gegen den Gruppenmeister aus Wohlen. Und nun liegt der Fokus auf dem Cup-Halbfinal von kommendem Sonntag in Worb gegen den SC Ursellen

sste. Herrischried und Wohlen – zwei Teams, gegen welche man diese Saison bereits zweimal gespielt hatte. Jeweils einmal in der Meisterschaft und einmal im KBEHV-Cup – dazu jedes Mal in der heimischen Kunsteisbahn in Reinach. Im Cup war man siegreich, die beiden Meisterschaftsspiele verlor man unglücklich und war so schon Anfangs Januar aus dem Rennen um den Gruppensieg. Somit war für die Mannen von Coach Siegwart klar, dass man im dritten Aufeinandertreffen die Bilanz auf 2:1 zu Gunsten der Wynentaler stellen wollte. Zudem betonte Coach Thomas Siegwart bei jeder Gelegenheit, dass jedes Spiel wie ein Cup-Spiel angegangen werden soll, damit man beim Cup-Halbfinal diese unbedingte Siegermentalität verinnerlicht habe.

Drei Punkte aus Herrischried entführt

Die Mannschaft des SC Reinach reiste traditionellerweise mit dem Car nach Herrischried. Wie üblich, begleiteten einige Dutzend Fans die Reinacher zum Auswärtsspiel in den Hotzenwald. Das Spiel begann ruppig es hagelte ab Beginn Strafen. Nicht weil das Spiel überhart war, sondern eher war es die Regelauslegung eines Schiedsrichters, welches zum Unverständnis der beiden Teams (und des anderen Schiedsrichters) zu unzähligen Überzahl- und Unterzahlsituationen führte. Klaus Bächle nutzte eine solche Powerplay-Situation zum Führungstreffer für die Gastgeber aus. Auf der Gegenseite war Patrick Bula nach einem herrlichen Solo – ebenfalls in Überzahl – für den Ausgleich besorgt.
Die kreativen Fans des EHC Herrischried sorgen vor und während dem Spiel für mächtig Stimmung in der Eishalle, welche mit knapp 500 Fans einmal mehr gut gefüllt war. Insbesondere das Transparent „Lila trägt bei uns nur die Kuh“ in Anspielung auf die Vereinsfarben des SC Reinach sorgte für gute Unterhaltung auf der Spielbank der Gäste vor dem Start des zweiten Spielabschnitts. Die SCR-Spieler schienen davon abgelenkt, so das erneut Bächle kurz nach Wiederbeginn zum Führungstreffer einnetzen konnte.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der EHC Herrischried seine beste Phase und es ist auch Torhüter Raphael Vogel zu verdanken, dass die Wynentaler nicht vorzeitig höher in Rückstand geraten sind. Mit zunehmendem Verlauf des zweiten Drittels übernahm aber wieder der SCR die Überhand in diesem abwechslungsreichen Spiel. Di Vincenzo leitete in Überzahl eine „russische“ Passkombination über Blatter, Eichenberger und Bula ein, welche die Abwehr der Süddeutschen komplett überforderte. Schlussendlich musste SCR-Flügelflitzer Fehlmann die Scheibe nur noch ins weit offene Tor einschieben und bewies damit seinen Kritikern, dass er auch nach zwei Wochen Ferien auf den Malediven noch weiss, wie man Tore schiesst.
Im Schlussabschnitt war der SCR zu Beginn die tonangebende Mannschaft. Bei einem Schuss von Andreas Rupp von der blauen Linie verdeckten Wyssling und Steuri die Sicht des Gästetorhüters. Wyssling lenkte ab, währenddessen sich Steuri in „Roy-Hächler-Manier“ den Treffer im Matchprotokoll gutschreiben liess. Alsdann Captain Patrick Kummli zum 4:2 einnetze, schien der Bann gebrochen. Doch weit gefehlt, Herrischried kämpfte sich zurück und kam erneut zum Anschlusstreffer und es benötigte alle vereinten SCR-Kräfte, um die drei Punkte aus dem Hotzenwald zu entführen.

Gruppensieger bezwungen

Keine zwei Tage später stand bereits das nächste Auswärtsspiel für den SC Reinach auf dem Programm. Dank dem Sieg gegen den EHC Herrischried war es bereits klar, dass sich der SCR den zweiten Gruppenplatz gesichert hatte. Trotzdem war es selbstverständlich, dass man im letzten Meisterschaftsspiel gegen den HC Wohlen Freiamt die Schmach aus der Hinspielniederlage ausbügeln wollte. Dies gelang zwar bereits mit dem Sieg im Cup-Viertelfinal, jedoch kratzte es insbesondere am Ego von Coach Thomas Siegwart, dass er den Gruppensieg seinem Bruder überlassen musste.
Reinach startete stark in die Partie. Bula nützte eine erste Überzahlsituation zur Führung für den SC Reinach. Kummli und erneut Bula waren bis zur ersten Pause für eine komfortable 3:0-Führung besorgt. Man merkte dem HC Wohlen Freiamt aber an, dass die Motivation nicht mehr dieselbe war, wie in den beiden vorangehenden Spielen. Für sie war die Saison nach dem vorzeitigen Gruppensieg und dem Cup-Aus gegen den SCR vorzeitig gelaufen. Erst im Schlussabschnitt änderte sich das Resultat wieder. Es war Wyssling, welcher mit einem Shorthander die Führung auf 4:0 ausbaute. Die anschliessenden beiden Treffer von Wohlen war reine Resultatkosmetik und so siegte der SC Reinach im letzten Meisterschaftsspiel mit 4:2 und belegt in der Tabelle mit vier Punkten Rückstand hinter Wohlen Platz 2.

Fokus auf Cup-Halbfinal

Thomas Siegwart war stolz und freute sich enorm über den Sieg. Trotzdem richtete er nach Spielschluss den Fokus auf das Cupspiel gegen den SC Ursellen von kommendem Sonntag. „Ursellen ist sehr stark, sie haben ihre Gruppe souverän gewonnen und es benötigt eine Topleistung unsererseits, wenn wir in den Final einziehen wollen,“ resümierte er vor versammelter Presse. Sollte der SC Reinach in Worb gewinnen, findet der Cup-Final bereits wenige Tage später in Hasle-Rüegsau statt. Am Samstag, 4. März um 15:00 Uhr trifft der Sieger aus der Partie SC Ursellen vs. SC Reinach auf den Gewinner der Affiche EHC Adelboden II vs. EHC Schwarzenburg II. Nicht zu erwähnen, dass wohl alle vier Teams sich sehr gerne als Cupsieger feiern lassen möchten.

EHC Herrischried – SC Reinach 3:4 (1:1; 1:1; 1:2)
Eissporthalle Herrischried, 493 Zuschauer, SR: Kiener, Hahmann
Tore: 7. Bächle (Strahm, Vlk / Ausschluss Hächler, Fehlmann) 1:0, 11. Bula (Fehlmann / Ausschluss Bächle) 1:1, 21. Bächle (Preuss) 2:1, 37. Fehlmann (Bula, M. Rupp / Ausschluss Haas) 2:2, 47. Steuri (A. Rupp, Wyssling) 2:3, 51. Kummli (Wassmer) 2:4, 56. Schneider (Vlk, Bächle) 3:4.
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Herrischried, 12mal 2 Minuten gegen Reinach.

EHC Herrischried: Mendelin, Niedersetz, Strahm, Hoffmann, Schäuble, Bruder, Preuss, Bächle, Vlk, Gerber, Bumann, Mastrocola, Huber, Schneider, Haas, Pacek.
SC Reinach: Vogel, Kummli, Lüscher, Di Vincenzo, Eichenberger, A. Rupp, Riechsteiner, Blatter, Bula, Fehlmann, Wassmer, Gautschi, Hauenstein, Steuri, Wyssling, Hächler, M. Rupp, Keusch, Haudenschild

Bemerkungen: Reinach ohne Zimmermann (abwesend).

HC Wohlen Freiamt – SC Reinach 2:4 (0:3; 0:0; 2:1)
KEB Wohlen AG, 55 Zuschauer, SR: Römer, Bremenkamp
Tore: 6. Bula (Kummli, Blatter / Ausschluss Sulser) 0:1, 15. Kummli (Wassmer / Ausschluss Schmuki) 0:2, 20. Bula (Lüscher) 0:3, 44. Wyssling (Ausschluss Wassmer!) 0:4, 50. Gisler (Meier, Gubler) 1:4, 52. Frei (Brünisholz) 2:4.

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Wohlen, 5mal 2 Minuten gegen Reinach.

HC Wohlen Freiamt: Hess, Reusser, Gubler, Pfiffner, Vetter, Schmuki, Meyer, Frei, Gnepf, Gisler, Andrist, Brünisholz, Sulser, Meier, Wernli, Siegwart.
SC Reinach: Haudenschild, Kummli, Lüscher, Di Vincenzo, Eichenberger, A. Rupp, Riechsteiner, Blatter, Bula, Fehlmann, Wassmer, Gautschi, Wyssling, Hächler, M. Rupp, Vogel.

Bemerkungen: Reinach ohne Keusch, Hauenstein, Steuri und Zimmermann (alle abwesend).

Tabelle: 1. HC Wohlen Freiamt 14/36, 2. SC Reinach 14/32, 3. EHC Binningen 14/28, 4. EHC Herzogenbuchsee 13/22, 5. EHC Herrischried 13/20, 6. EHC Lausen 14/18, 7. HC Fischbach-Göslikon 14/6, 8. EHC Rheinfelden II 14/3.

 

Bilder dazu……..